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Autonom Fahren

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Autonom fahren

Autonome Mobilität
schon heute in Kelheim

Das Shuttle, das im Projekt KelRide zum Einsatz kommt, ist ein Personenshuttle des Technologieunternehmens EasyMile. Das Shuttle “EZ10” bietet Platz für mehr als 12 Personen und ist ausgestattet mit insgesamt 6 Sitzplätzen.

Das EZ10 Shuttle ist rein elektrisch unterwegs und erreicht Höchstgeschwindigkeiten von ca. 20 km/h. Eine automatische Einstiegsrampe sowie ein intuitiv gestalteter Innenraum mit Rollstuhlverankerung machen den Service zusätzlich barrierefrei.

Eine Flotte aus 3 automatisiert fahrenden Shuttles wird bis 2023 in den Regelbetrieb des bestehenden ÖPNV-Systems in Kelheim eingegliedert. Der Service wird von einem Sicherheitsbegleiter betreut, der zu jeder Zeit in das Fahrgeschehen eingreifen kann.

Vollständig autonome Fahrzeuge, die kein Fahr- bzw. Begleitpersonal benötigen, dürfen in Deutschland noch nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Zurzeit fahren diese autonomen Fahrzeuge ab Autonomielevel 4 lediglich auf privatem Gelände oder extra dafür freigegebenen Testflächen – Das soll sich jedoch bald ändern. Vor kurzem hat die Bundesregierung ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass autonomes Fahren auch ohne Fahr- bzw. Begleitpersonal auf öffentlichen, dafür vorgesehenen Strecken und unter festgelegten Bedingungen erlaubt.

Das Shuttle ist mit Kameras, Radar- und Lasermessung sowie Kartendaten ausgestattet, um sich auf der Strecke zu orientieren und autonom zu navigieren. Die Daten, die über die Sensoren und GPS aufgenommen werde, werden mithilfe eines Algorithmus kombiniert und ermöglichen so, dass das Shuttle zu jederzeit millimetergenau agiert.  So kann das Shuttle auf einer vorher einprogrammierten Strecke autonom fahren.

Technologie

Wie funktioniert das Shuttle?

Autonome Fahrzeuge benötigen ein hohes Maß an Informationen, um zuverlässig zu funktionieren. Daher sind sie mit einer ganzen Reihe von Sensoren ausgestattet.

Die EasyMile-Software für fahrerlose Lösungen verarbeitet die Daten, die von der Sensorik erfasst werden, analysiert diese und lehrt das Fahrzeug, wie es auf Situationen reagieren soll. Die von der Sensorik gespeisten Daten ermöglichen es dem Fahrzeug, ein 360-Grad-Bild der Umgebung zu erstellen, einschließlich Infrastruktur, anderer Fahrzeuge, Fußgängerinnen und Fußgänger und aller anderen Elemente auf dem Weg.

Um eine vollständig autonome Funktion zu ermöglichen, ist eine komplexe Abfolge von Prozessen und ein hohes Maß an künstlicher Intelligenz im Fahrzeug nötig:

Lokalisierung

Alle Daten, die die Sensoren erfassen, werden in einem Fusionsalgorithmus kombiniert. Mithilfe dieser Daten orientiert sich das Fahrzeug millimetergenau. Abweichungen oder Unterbrechungen führen zu einer Verringerung der Geschwindigkeit bis hin zum Stopp.

Navigation

Das Shuttle fährt auf programmierten Routen, die potenzielle Hindernisse berücksichtigen und ein „Verhalten“ auslösen (z.B. bei Kreuzungen oder Übergängen).

Das Fahrzeug folgt dieser programmierten Karte und reagiert auf Hindernisse mit programmiertem Verhalten.

Wahrnehmung

Das Fahrzeug ist mit einer Reihe von Sensoren ausgestattet, um Hindernisse so früh wie möglich zu erkennen. Wenn ein Hindernis erkannt wird, erfassen die Sensoren das Objekt und es wird ein Verhalten ausgelöst z.B. „Abbremsen“. Wenn das Shuttle das Hindernis umgangen hat, wird die Fahrt fortgesetzt